Erwachsene

 

Chronische Beschwerden


Bei chronischen Erkrankten wird mit der Zeit nicht nur die Lebensqualität, sondern auch das Selbstbild verändert, durch die fortgesetzten Einschränkungen der körperlichen Befindlichkeit. Sie erleben sich als Personen, die die Kontrolle über ihr Leben ein Stück weit verloren haben; ihr emotionales Gleichgewicht gerät ins Wanken. Es kommt zur Verunsicherung hinsichtlich sozialer Rollen und Aufgaben, durch geringere Belast­barkeit. Auch entstehen z.T. hohe Kosten.

 

Die persönliche Überlastung, körperlich und seelisch, wahrnehmen lernen – genau das fehlt meist beim chronischen Kranken. Es ist wichtig, erst einmal die eigenen Grenzen spüren und achten zu lernen.

 

Die Bewältigung dieser langfristigen Situation beansprucht alle Ressourcen des Patienten und seine aktive Mitarbeit, um selbst Teil-Erfolge, eine größere Selbstbestimmtheit, möglichst langfristige Stabilisierung und Besserung zu erreichen.

 

Stress-Belastung & Burnout


Die persönliche Belastbarkeit beachten und stärken ist wichtig, um chronischer Erschöpfung und Krisen vorzubeugen.

Der Belastung des Menschen durch seine Umwelt steht seine persönliche Widerstandsfähigkeit (Resilienz) gegenüber. Sie wird geschwächt durch Ängste, Sorgen, persönliche Defizite, mangelnden Selbstwert. Der Versuch, durch Leistungs-/Erfolgsdruck oder Perfektionsstreben

zu kompensieren, erhöht den Belastungsdruck. Zugleich besteht meist Unfähigkeit, Anderen Grenzen zu setzen.

Dies kann, zusammen mit gefühlt fehlender Wertschätzung, letztlich zum Burnout führen.

 

Bei Stress und in seelischen Belastungssituationen, bei starker Unruhe, Reizbarkeit, Ängsten, depressiver Verstimmung und Erschöpfung haben sich vor allem Massagen und ergänzend ätherisch-Öl- Rezepturen als sehr hilfreich erwiesen.  Krisengespräche und Entspannungstechniken unterstützen die Regenerationsfähigkeit.

 

Psychosomatik


Alle Organ­-Funk­ti­o­nen und Krankheits-Symptome des Körpers haben zugleich ihre Entsprech­ung in der seelischen und geistigen Be­find­­lichkeit. Um die Ursachen von Be­schwerden aufzu­finden und zu thera­pieren, muss der ganze Mensch in seiner Lebens­situation ge­sehen werden.

Die Botschaft der Krankheit gilt es herausfinden, zu akzeptieren und darauf einzugehen.

 

Die Sprache des Körpers zu verstehen kann uns helfen, da die Seele und der Geist, ganzheitlich gesehen, durch den Körper sprechen und allen Menschen dieses Wissen noch verfügbar ist. Unser Körper ist sehr intelligent und kennt seine eigenen Bedürfnisse sehr genau.

 

In vielen Redewendungen des Alltags wird dieser Zusammenhang deutlich: Etwas liegt uns „schwer im Magen“, eine Sache geht uns „an die Nieren“, der Schreck „fährt einem in die Glieder“, jemandem ist eine „Laus über die Leber gelaufen“.

 

So haben auch alle chronischen Langzeit-Störungen psychosomatische Komponenten, da sie unweigerlich eine starke Auswirkung auf die Psyche bzw. seelisch-geistige Haltung der Patienten haben.